Archive for category Work

Verhexte Tage

Wenn mal etwas schief läuft, dann aber richtig. Anders kann ich mir den heutigen Tag schon gar nicht mehr erklären. Erst hab ich mal eine gute Stunden verpennt, dann fiel mir auf, dass ich das Netzteil meines Notebooks zuhause vergessen hatte. Dumm ist nur, dass ich da schon eine gute halbe Stunden unterwegs war. Also wieder zurück nach Grevenbroich, dass Netzteil holen.

Dass ich dann aufgrund der grossen Verspätung auch noch in den eigentlichen Berufsverkehr gekommen bin, versteht sich ja wohl von selbst. Also nix mit zügigem Durchkommen. Jetzt stehe ich “mal wieder” auf der A2 in einer Vollsperrung. 2 Jahre lang recht regelmässig die A2 nach Peine gefahren und genau ein einziges Mal eine Vollsperrung mitbekommen. In 5 Wochen arbeiten in Ruhland direkt schon die zweite Vollsperrung. Aber dafür habe ich heute wenigstens mit dem Wetter Glück gehabt. Es ist zwar bitter kalt (irgendwas um die -5°C), aber dafür Sonnenschein und blauer Himmel. Immerhin ein kleiner Trost.

Wenn ich mich nicht ganz verschätzt habe, werde ich wohl nicht um 11 Uhr in Ruhland sein … eher so gegen …. (ooooooops) 14 Uhr. Tolle Aussichten. Die Stunden kann ich nachher direkt im Büro nachsitzen, womit der heutige Tagesablauf auch schon geklärt wäre. Aber darüber kann ich ich später noch Ärgern.

Jetzt muss ich erstmal meine Vollsperrung hinter mich bringen. Zum Glück hab ich aber das Notebook und Longest Journey dabei.

Es ist doch immer wieder interessant, wenn man ein Praktikum macht, was man so für Leute trifft, bzw. mit was für Leuten man es so zu tun bekommt. Im Moment treiben sich hier Unternehmensberater im Hause rum, der gesamte Vorstand und noch andere Personen. In Anbetracht der Gesprächsthemen wird es heute auf jeden Fall ein interessanter Tag und in Anbetracht meines Arbeitsplatzes bekomme ich hier ne Menge mit. Gut oder Schlecht sei mal dahingestellt, aber mal zu beobachten, wie auf das Ergebnis von Unternehmensberatern reagiert wird, ist mehr als nur spannend.

Schön schön schön … gerade eben hab ich erfahren, dass ich noch eine Woche länger hier bleiben werde. Wunderbar …. ich hatte für nächste Woche eh nix geplant :)

Die letzte Woche verging irgendwie, wie im Flug. Liegt wohl daran, dass ich die meiste Zeit bis Abends um 21 Uhr im Büro sass, bevor ich dann schlafen gegangen bin. Wenn ich diesen Job in Grevenbroich oder in der Nähe gehabt hätte wäre das vermutlich nicht so leicht gewesen, so lange im Büro zu bleiben. Hier sieht das aber völlig anders aus, weit und breit nix los, ausser im Net-Live keine Aussenkommunikation, usw. Dann kann ich auch bis mitten in die Puppen arbeiten gehen …

Jetzt noch ein paar Sachen schnell fertig machen, dann schnell Sachen packen und wenn alles gut geht sollte ich innerhalb der nächsten 27 Minuten im Auto nach Grevenbroich sitzen.

Zum nunmehr dritten Mal morgens um 3 Uhr aufgestanden, um mich gegen 4 Uhr ins Autobahngetümmel zu werfen. Langsam aber sicher fällt das alles gar nicht mehr so schwer und ich sehe zum Glück auch nicht mehr wie der Glöckner von Notre Dame aus, wenn ich hier das Büro betrete. Auch wenn es heute morgen wirklich richtig schwer war aus dem Bett zu kommen, nachdem ich Karneval doch sehr viel länger gefeiert habe, als ich eigentlich vor hatte. Aber wer feiern kann, der kann auch arbeiten … mehr oder weniger.

Auf der Fahrt wurde ich jedoch unfreiwillig Zeuge eines doch richtig heftigen Autounfalls mit 4 Autos auf der A2. Naja, Zeuge direkt eigentlich nicht, denn ich war knapp 1 Minute dahinter. Was genau passierte kann ich nicht sagen, aber 2 Autos hatte es völlig zerlegt und 2 andere waren eher wirtschaftliche Totalschäden. Wie durch ein Wunder gab es jedoch keine richtig Verletzten, es gab nur einen etwa 40 Jährigen, der ziemlich verwirrt über die Autobahn lief. Alle anderen Betroffenen waren offensichtlich OK, zumindest äusserte keiner Beschwerden. Von 5 Betroffenen wurden jedoch 3 ins Krankenhaus gebracht, wobei ich wie gesagt nicht glaube, dass ihr Aufenthalt dort länger gedauert hat.
Die Polizei, war 5 Minuten später auch schon da und hatte, soweit ich das überblicken konnte keine grossen Probleme die Sachverhalte zu ermitteln. Da ich nicht sehen konnte, was passierte schickte mich die Polizei zwar nach Aufnahme meiner Personalien weg, aber ich denke nicht, dass ich nochmal zu dem Unfall vernommen werde.

Trotz meines unfreiwilligen Stops war ich doch noch um kurz vor 8 Uhr in Peine und konnte mir noch einen Kaffee schnorren :) Danke Astrid

Jetzt hocke ich wieder in Ruhland und widme mich erstmal meiner Aufgabe. Lange werde ich aber heute nicht machen, da mir die paar Stunden Fahrt doch in den Knochen stecken. Vielleicht kann ich den Unternehmensberater, die seit heute im Hause sind mal über die Schultern blicken. Mit etwas Glück fallen da noch ein paar Informationen ab, die ich für mich und der Lösung meiner Aufgabe “missbrauchen” kann.

Sooooooooo Feierabend …. nun muss ich nur noch meinen Chef überreden auch Ende zu machen. Da ich ihn gleich nach Dresden zum Flughafen mitnehme, muss ich leider warten. Danach hoffe ich einfach mal schnell und gut nach Hause zu kommen. Immerhin steht ab Morgen Karneval an und das muss ja schliesslich auch entsprechend gefeiert werden. Ich hab schon das dumpfe Gefühl, dass das Wochenende anstrengend werden könnte.

So, nun bin ich voll und ganz im Bilde. Zumindest was meine Aufgabe betrifft. Das Ganze schmipft sich zeitnahe Projektkalkulation. Klingt spannend und ich bin mir sicher, dass mich das ganz gut beschäftigen wird. Hoffentlich !